Bericht vom 2. Ökumenischen Kirchentag
12. bis 16. Mai in München
Damit ihr Hoffnung habt
Persönliche Skizzen von Eberhard Blauth
Donnerstag
- Bibelarbeit mit Bischof Kameeta aus Namibia: 1. Mose 9, 8-17
Ihr seid der Regenbogen Gottes, was ihr sagt und tut sind die Farben in Gottes Regenbogen...!
Betroffenheit, Selbstbewusstsein... und Tränen der Freude über den wunderbaren und kraftvollen afrikanischen Chor... - Universum und Schöpfung – Zeichen der Hoffnung?
Drei Physiker referieren, diskutieren: „Physiker rechnen unter den Naturwissenschaftlern noch am ehesten mit Gott.“ Die Größe des Kosmos als ein Hinweis auf die Unendlichkeit Gottes, die Quantentheorie als ein Hinweis auf die Unberechenbarkeit des Lebens und die Unverfügbarkeit Gottes.
Große Nachdenklichkeit, Stille der Unendlichkeit...
Freitag
- Bibelarbeit von Jörg Zink: Römer 8, 16-25
Wir leben in der Hoffnung auf Vollendung, wir selber sind Teil der leidenden Schöpfung und tragen mit der Nachfolge Jesu Verantwortung für die Vollendung des Reiches Gottes.
Last der Verantwortung, Kraft für den Weg... - Nicht den Frieden sondern das Schwert – drängende Fragen, an biblische Texte, die von Gewalt sprechen – mit Dr. Jürgen Ebach
Oft wird im Namen Gottes Gewalt eingegrenzt; aber die Bibel ist ein realistisches Buch und sogar Gewalterfahrungen werden mit Gott in Verbindung gebracht.
Dankbarkeit über die Gegenwart Gottes auch in der Erfahrung von Gewalt... - Integrale Spiritualität – Stufen der religiösen Reifung – mit Tillmann Haberer und Marion Küstenmacher
Unser Glaube entwickelt sich und wächst in Stufen entsprechend unserer individuellen Entwicklung und der Entwicklung der Menschheit; der Glaube eines verantwortlichen Erwachsenen sieht notenwendiger Weise anders aus, als der Kinderglaube.
Wachsender Respekt für Menschen mit anderen Formen der Gotteserfahrung, Achtsamkeit für mein eigenes spirituelles Wachstum...
Samstag
- Schöpfung bewahren in der einen Welt – mit Sunita Narain und Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
Ein Wirtschaftssystem das systemisch nur durch quantitatives Wachstum funktioniert, führt in den Abgrund; andere Lebensqualitäten müssen stärker wahrgenommen und weiterentwickelt werden.
Neue Selbstverpflichtung auf eine „lebensfreundliche“ Lebensweise zu achten und immaterielle Aspekte noch stärker wahrzunehmen... - Christentum – lebendiges Wasser für die Welt – u.a. mit Sr. Karoline Mayer
Quelle für engagiertes Handeln in der Welt ist Gebet und Kontemplation; in der Nachfolge Jesu alle Macht aufgeben und den Menschen nahe sein; die LIEBE ist das größte, sie vollendet alles!
Tiefe Freude über die Ausstrahlung von Sr. Karoline Mayer; Dankbarkeit für diesen ganz „großen“ Menschen; Bitte um den eigenen Weg in der Stille des Herzens und dem aktiven Engagement für die Menschen und diese Welt...
Ein langer kurzer Bericht vom Kirchentag... Gerne erzähle ich mehr, wenn Sie mich darauf ansprechen – für jetzt muss es genügen.