Machet die Tore weit...
(Psalm 24,7)
Konzert am 27. November 2011
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Zur Einstimmung in die Adventszeit luden der evangelischer Kirchenchor und Posaunenchor am Abend des 1. Advents in die evangelische Kirche ein. Nach einer feierlichen Eröffnung durch den Posaunenchor mit Hammerschmidts barockem Werk „Machet die Tore weit“ und einer Begrüßung durch unsere Pfarrerin Frau Bettina Fuhrmann war nicht nur der Kirchenchor und die Bläser, sondern auch die zahlreichen Zuhörer in der Kirche zum Mitwirken bei der Choralkantate „Macht hoch die Tür von Walter Rein aufgerufen. Ein weiter Bogen über die verschiedenen Epochen vom Barock bis zu den zeitgenössischen Komponisten und Bearbeitern wie z. B. Händel, Crüger, Bruckner, Mendelssohn-Bartholdy, Kodaly, Schmidt, Koch, Roblee und Stern bot eine facettenreiche Mischung in der Programmfolge. Anton Bruckners Motette „Locus iste a deo factus est“, übersetzt aus dem Lateinischen: „Dieser Ort ist von Gott geschaffen“, war das erste a capella Werk des Kirchenchors an diesem Abend. Der Posaunenchor führte das Programm mit dem Choralsatz „Tochter Zion, freue dich“ weiter, an den sich, wie ursprünglich von Georg Friedrich Händel in seinem Oratorium vorgesehen der Triumphmarsch des Judas Makkabäus anschloß. Etwas ganz Neues und einen besonderen Farbtupfer setzte der Kirchenchor durch die mit einem Cajon verstärkten afrikanischen Lieder Siyahamba von Doreen Rao und Amezaliwa von Edwardi Kabuka, die im Originaldialekt Suaheli und Zulu gesungen wurden. Frau Fuhrmann, die die Zuhörer durch das Programm führte, beschrieb in zwei Lesungen aus dem Lukasevangelium die Adventszeit.
Im weiteren Verlauf des Abends wechselten sich der Kirchen- und der Posaunenchor in ihren Darbietungen ab und auch die Gemeinde wurde zum Ende des Konzerts wieder in die Choralkantate eingebunden. Hermann Sterns Bearbeitung von „Lob Gott, ihr Christen“ bildetet einen gelungenen Abschluß der Chor- und Bläsermusik zum Advent und zu Weihnachten. Während des Konzerts bat Frau Pfarrerin Fuhrmann im Namen der Mitwirkenden um eine Kollekte für die Arbeit mit Straßenkindern in Bangalore in Indien. In diesem Projekt des CVJM-Weltdienstes arbeitete zur Zeit Katrin Martin, ein Mitglied unserer Gemeinde, mit. Mitte November diesen Jahres hatte sie schon einmal von ihren ersten Eindrücken in einer Veranstaltung des CVJM über eine live Skype-Internetverbindung berichtet. Der Kirchen- und der Posaunenchor möchte sich auf diesem Weg bei allen Besuchern für die Spenden von insgesamt 1.460 € recht herzlich bedanken.
Text: Bobby Graf
Foto: Thomas Schaller