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Geistlicher Gruß

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! (Psalm 33,12)

Der 10. Sonntag nach Trinitatis heißt im Kirchenjahr auch Israelsonntag. Traditionell gedenken Christen der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch die Römer im Jahre 70 nach Christus. Der Israelsonntag erinnert uns auch daran, dass Gott Israel aus Liebe zu seinem Volk erwählt hat und dass er diesem Volk ewig treu ist. So wissen wir als Christen auch um unsere unlösliche Verbundenheit mit dem Volk Israel.

Christinnen und Christen heute sind dankbar für alle neuen Anfänge im Verhältnis von Christen und Juden, die unsere alten Vorurteile und Feindbilder überwinden. Wir danken für die vielfach gemachten Erfahrungen, dass Begegnungen mit jüdischen Menschen möglich sind nach all dem Schrecklichen, das ihnen durch unser Volk angetan worden ist.

Christinnen und Christen hoffen aber auch, dass die Menschen in Israel und in Palästina und vor allem die Verantwortlichen auf beiden Seiten die Weisheit und den Mut haben, alles zu tun, um einen gerechten Frieden zu verwirklichen.

Der Israelsonntag lädt uns immer wieder zu erinnern, nach vorne zu denken und vor allem: zu beten.

Ihre Gemeindediakonin Elke Seiter