17. April 2011
Start der Perspektiventwicklung
Die sogenannte Perspektiventwicklung ist ein Angebot der Landeskirche an Gemeinden, die ihre Gemeindearbeit neu beleben wollen. Unter fachkundiger Moderation wird dabei ein Prozess angestoßen, bei dem ein biblischer Verheißungstext gesucht, ein Perspektivsatz formuliert und kurzfristig umzusetzende Projekte beschlossen werden. In Weingarten hat sich eine 17-köpfige Arbeitsgruppe am vergangenen Wochenende dieser Aufgabe gestellt.
Der Verheißungstext wurde im Brief des Paulus an die Epheser gefunden, Verse 19-22 des 2 Kapitels: So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.
Die Gründung des Fundaments auf Jesus Christus und das Ineinandergreifen der Bautätigkeiten war der Arbeitsgruppe dabei genauso wichtig wie die Erkenntnis, dass beim Bau an Gottes Haus, an seiner Gemeinde, die Bauenden selbst einer Veränderung unterworfen sind – also eine „erbauliche“ Tätigkeit ausüben.
Auf diesem Fundament und unter dieser Verheißung richtete sich der Blick nach vorn auf die Vision einer attraktiven und lebendigen Gemeinde in Weingarten, formuliert im Perspektivsatz, der sich wie ein roter Faden durch die Gemeindearbeit der nächsten Monate ziehen soll:
„Unsere Gemeinde ist Gottes Regenbogen: offen für Menschen aller Generationen, verschiedener Prägungen und Gaben. Wir laden ein zur Erfahrung, dass Glaube lebensverändernd wirkt.“
Um dieser Vision näherzukommen, wurden vier Projekte beschlossen:
- ein Gottesdienst-Workshop zum Hinterfragen und Beleben des Gottesdienstangebots in der Gemeinde,
- die Durchführung eines Gemeindetags, um das vielfältige Gemeindeleben besser sichtbar zu machen,
- ein Generationenfest, um den Zusammenhalt über alle Altersgrenzen hinweg zu festigen,
- und die Erarbeitung eines Kommunikationskonzepts, um den Informationsfluss zwischen den Gemeindegruppen und an die Öffentlichkeit zu verbessern.
Als weitere Aktivität wurde die Fortführung der im vergangenen Jahr bereits durchgeführten Glaubenskurse beschlossen.
Eine Leitungsgruppe wird sich um die Unterstützung der eingerichteten Projektgruppen kümmern und dafür sorgen, dass die Ergebnisse der Perspektiventwicklung den Weg in die Gemeinde finden. Zum nächsten Jahreswechsel soll eine erste Bilanz gezogen werden, und danach wird sich zeigen, welche Beiträge die Perspektiventwicklung zu einer nachhaltigen Belebung der Gemeindearbeit leisten konnte.
Text und Fotos: Thomas Schaller