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Gemeindeversammlung am 24. November 2010

26. November 2010 / Bericht von Winfried Brunner

Auch in Kirchengemeinden soll nicht nur „von oben herab“ regiert werden. Die Gemeindeglieder haben durch die Grundordnung der Landeskirche das Recht, mindestens einmal jährlich in einer offenen Versammlung über die Arbeit und die Planungen der Leitungsgremien informiert zu werden und dann auch selbst dazu Stellung zu nehmen, eigene Fragen und Probleme vorzutragen und zu diskutieren.

Am 24. November fand die diesjährige Versammlung in unserer Kirchengemeinde statt. Der Versuch, diesmal den Termin mitten in die Woche und auf den Abend zu legen war offensichtlich erfolgreich, denn man konnte mehr Gemeindeglieder sehen, als bei den letzten Veranstaltungen. Der Auftakt mit einem gemeinsamen kleinen Imbiss brachte gleich eine gelockerte, familiäre Stimmung.

Der offizielle Teil begann mit dem ausführlichen Bericht des Kirchengemeinderates. Herr Zimmermann stellte die personellen Veränderungen vor, Herr Klatt berichtete über die umfangreiche Arbeit des Bauausschusses.  Für den Kindergartenausschuss zeigte Frau Sachweh vor allem die Problematik der inzwischen sehr unterschiedlichen Wünsche für die Betreuungszeiten und damit verbunden die mögliche bzw. nötige Ausgabe von Essen. Lobend erwähnt wurde der Einsatz von Eltern, z.B. bei der Neugestaltung der Außenanlage im Kindergarten „Höhefeldstrolche“.  Beim Bericht über die finanzielle Lage der Kirchengemeinde konnte Herr Siegrist berichten, dass der Haushalt ausgeglichen und die geforderten Instandhaltungsrücklagen endlich eingestellt werden konnten. Auch die – vor allem energetische – Sanierung des alten Pfarrhauses ist im Haushalt untergebracht.  Bei der letzten Gemeindeversammlung im Oktober 2009 bekam der Kirchengemeinderat verschiedene Aufgaben zur weiteren Bearbeitung. Für jeden Punkt wurde jetzt das Ergebnis der Beratungen vorgestellt. Am meisten Reaktionen bei den Anwesenden brachte das Thema „Gottesdienst im Winter“; es ist schwer, einen Kompromiss zwischen den Wünschen und den Notwendigkeiten zu finden.

Die Bedeutung dieser Gemeindeversammlung wurde dadurch verstärkt, dass die Pfarrstelle mit Frau Fuhrmann nun neu besetzt ist und Frau Fuhrmann heute über ihre ersten Erfahrungen und ihre zukünftige Arbeit sprach. Entsprechend dem Bild in ihrer Antrittspredigt hat sie einen vielseitigen, gepflegten Garten vorgefunden. Sie will sich in den klassischen Arbeitsfeldern engagieren und sich besonders darum bemühen, dass trotz der vielerlei Aktivitäten das Gemeinsame erkennbar und das Miteinander gefördert wird. Der Schwerpunkt für die nächsten Jahre wird eine „Perspektiventwicklung“ für die Gemeinde sein, die schon von Frau Pfarrerin Huth angestoßen wurde und 2011 – auch mit externer Hilfe – in einem noch zu bildenden Team ausgearbeitet werden soll.

Nachdem schon im Anschluss an die oben genannten Punkte Fragen beantwortet wurden, war nun die Gemeinde aufgerufen, Vorschläge zu machen, Probleme aufzuzeigen. Am lebhaftesten wurden die Arbeit mit den Konfirmanden und die richtige Form des Gottesdienstes diskutiert; Frau Fuhrmann versprach, dass der Gottesdienstausschuss wieder aktiv werden und versuchen wird, für die unterschiedlichen Interessen von Jung und Alt eine Lösung zu finden.

So endete eine sehr informative und lebendige Gemeindeversammlung mit einem Thema, das dann auch noch hinterher für lebhafte Gespräche sorgte.

 

(Das Protokoll der Gemeindesammlung kann im Pfarramt eingesehen werden.)