Protokoll der Gemeindeversammlung am 11. Oktober 2009
Sonntag, 11. Oktober 2009, etwa 11:15 bis 13 Uhr im Gemeindehaus
Anwesend : etwa 40 Personen
Leitung : Th. Schaller
Protokoll : W. Brunner
Herr Schaller eröffnet die Versammlung mit dem Hinweis auf die rechtzeitige und ausführliche Einladung zu dieser Veranstaltung und weist nochmals auf die Tagesordnung hin.
Top 1 Bericht des Kirchengemeinderates
Der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Herr Gerd Zimmermann, erläuterte folgende Themen:
Schwerpunkte der KGR-Sitzungen
- Kinderkrippe. Beratungen über Trägerschaft, Ort, Ausstattung, Personal, Beitragsproblematik; Zusammenarbeit mit der pol. Gemeinde und dem Diakonischen Werk. Seit April 2009 in Betrieb.
- Pfarrhaus „West“. Entscheidung zum Verkauf, nachdem es nicht mehr benötigt wird, aber Instandhaltungsarbeiten anstanden. Entlastung des Haushaltes.
- Jugendmitarbeiter. Nachdem Herr Gaiser die Stelle gewechselt hat, war zu entscheiden, ob sie neu besetzt wird. Die 50%-Stelle ist inzwischen neu ausgeschrieben.
- Ökumene. Die Zusammenarbeit mit der Katholischen und der Methodistischen Gemeinde wird aktiv betrieben. Zum Beispiel wird im nächsten Jahr (wieder) ein gemeinsamer Gemeindebrief erscheinen. Ökumene heißt nicht, Grenzen verwischen, sondern Gemeinsamkeiten fördern.
- Konfirmandenarbeit. In enger Zusammenarbeit von Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern konnte der Konfirmandenunterricht gut gestaltet werden. Die Mitarbeiter machen auch beim folgenden Konfirmandenjahrgang weiter.
- Der KGR beschäftigt sich regelmäßig auch mit den verschiedenen Gruppen, Kreisen und Gästen, informiert sich und hält zu ihnen Kontakt.
Pfarrstellensituation
Herr Zimmermann zeigt rückblickend die Entwicklung seit 2007 auf. Obwohl unsere Pfarrstelle noch nicht neu besetzt ist, ist die Situation formell nicht so schlecht. Nach zwei erfolglosen Ausschreibungen läuft jetzt das Besetzungsverfahren durch den Oberkirchenrat; Herr Zimmerman erläutert das Vorgehen dazu. Er stellt die Problematik für die Bewerber dar, indem er unsere Gemeinde kleineren Gemeinden mit ihren Vor- und Nachteilen gegenüberstellt.
Diskussion zum Bericht von Herrn Zimmermann
In der Diskussion wurde nach der Bezahlung der Pfarrer gefragt, auf die insgesamt größere Belastung in einer großen Gemeinde hingewiesen (trotz Unterstützung durch Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter) und erwähnt, dass es für einen Pfarrer wichtig ist, welche Ziele er erreichen möchte und was er bewegen kann.
Tätigkeitsbericht des Bauausschusses
Herr Klatt spricht von etwa 40 Projekten, die bearbeitet wurden bzw. noch anstehen. Im einzelnen geht er auf folgende näher ein:
- Kirche. Zusammen mit der „Pflege Schönau“ wurden der Vorplatz und die Außentreppen instandgesetzt. Der Dachboden wurde neu isoliert, was Energiekosten einsparen wird.
Die Ziegel im Dachbereich hinter dem Turm wurden befestigt (wiederholte Sturmschäden).
An den Emporen müssen aus Sicherheitsgründen die Geländer noch erhöht werden.
An den Stufen zum Altarbereich soll ein Handlauf angebracht werden.
Noch offen ist die Diskussion mit der politischen Gemeinde wegen einer Beleuchtung des Turmes. - Pfarrhaus. Der OK befürwortet eine energetische Sanierung. Dazu wird z.Zt. eine Untersuchung durchgeführt.
- Gemeindehaus. An das Gemeindehaus soll im Bereich des „Plätzles“ ein Stuhllager angebaut werden. Außerdem ist ein barrierefreier Zugang zum Gemeindehaus geplant; das bedeutet jedoch eine größere Umplanung für den Gemeindehaushof.
- Kindergärten. Herr Klatt führte hier insbes. die Waldbrücke an. Hier wurde ein neuer Zugang zu der ehem. Wohnung im OG des Altbaues geschaffen, so dass diese jetzt besser für den Kindergarten nutzbar ist. Der Zaun um das Gelände muss erneuert werden. Auf die Arbeiten im Zusammenhang mit der neuen Kinderkrippe hat Herr Zimmermann schon hingewiesen.
- Pfarrhaus „West“. Durch den Verkauf des Gebäudes musste eine Trennung der Grundstücke erfolgen. Dies hatte auch Konsequenzen für den Kindergarten, die gelöst werden mussten.
- Datenverarbeitung. Im Pfarramt und den Kindergärten wurden die Computer erneuert und eine Vernetzung geschaffen. Es sind noch Aufgaben bei der Software zu erledigen.
Diskussion zum Bericht von Herrn Klatt
Hauptthema war „Umweltfreundliches Energiemanagement“, d.h. „Grüner Gockel“ und „Photovoltaik auf dem Kirchendach“. Herr Klatt wies darauf hin, dass der „Grüne Gockel“ eine vollständige Zertifizierung der Kirchengemeinde bedeutet, mit entsprendem, auch finanziellen Aufwand. Es gibt jedoch auch das Projekt „Sparflamme“ des OK, das die KG nutzen will. Bei der Photovoltaik hat die „Pflege Schönau“ Bedenken. Für nötige Investitionen wurde vorgeschlagen, gezielte Sammlungen durchzuführen. In diesem Zusammenhang wurde auch wieder empfohlen, den Gottesdienst im Winter im Gemeindehaus abzuhalten (siehe weiter unter „Finanzen“).
Tätigkeitsbericht aus den Kindergärten
Frau Reichert lobte die engagierte Arbeit des Personals und der Elternbeiräte in den Kindergärten. So konnte und kann eine wertvolle Arbeit für die Kinder geleistet werden. Sehr erfolgreich ist auch die neue Kinderkrippe in der Waldbrücke. Erfreulich ist die neue Möglichkeit, Zivildienstleistende in Kindergärten einzusetzen; von September [2009] bis Mai nächsten Jahres [2010] ist der 1. Zivi bei uns angestellt.
Diskussion zum Bericht von Frau Reichert
Es wird die Frage nach beabsichtigten Änderungen der Elternbeiträge gestellt. Frau Reichert bestätigt, dass das Land B-W eine Umstrukturierung vorgesehen hat, die in der Regel zur Erhöhung der Beiträge führt. Die Kirchengemeinden wollen zusammen mit der pol. Gemeinde einen Kompromiss finden.
Bericht des Finanzausschusses
Herr Siegrist zeigte an Hand von Diagrammen die Lage im Haushalt der KG. Dadurch, dass über Jahre nicht die vorgeschriebene Rücklage für Instandhaltung gebildet wurde, entstand ein großes Defizit. Durch den Verkauf des Pfarrhauses „West“ konnte die Lage verbessert werden. Wenn man die Ausgaben für die „festen“ Kostenbereiche mit den Einnahmen der KG (Zuweisung des OK + Spenden/Opfer) vergleicht, jeweils ohne Berücksichtigung der Kindergärten, ergibt sich ein Defizit von einigen Tausend €. Es wird deutlich, dass es praktisch keine Möglichkeit gibt, die Ausgaben freier zu gestalten. Geld aus dem Hausverkauf darf nicht in den „Verbrauch“ fließen. Zukunftaufgabe wird weiter sein, die Einnahmen durch Opfer/Spenden zu steigern. Was da möglich ist, zeigen die Aktionen für die Beschaffung des Flügels und die Anstellung des Jugendmitarbeiters.
Top 2 Nachhaltiges Wirtschaften in unserer Gemeinde
Herr Schaller greift den Appell von Herrn Siegrist auf und plädiert dafür, die geschilderte Situation in der Gemeinde weiter bewusst zu machen. In der folgenden Diskussion ging es im Wesentlichen um folgende Punkte:
- Das „Opfer für die eigene Gemeinde“ soll ausführlicher begründet/beschrieben werden.
- „Gottesdienst im Winter im Gemeindehaus“: Die frühere Umfrage war nicht repräsentativ; das Verlegen würde erhebliche Kosten einsparen und sollte daher nochmals geprüft werden.
- Ist die Spendenbereitschaft der Menschen begrenzt? D.h. ist es nur eine Frage, für welches Projekt spende ich (es gibt viele „Konkurrenten“, vor allem außerhalb der Kirche); dann muss die Kirche für ihre Projekte attraktiv werben. Es gibt den Hinweis auf das vom OK unterstützte „Fundraising“.
- Ein weiterer Vorschlag war die Gründung eines „Fördervereins“, der dann Projekte definiert und bezuschusst. Es werden aber auch Nachteile für dieses Verfahren genannt.
- Ein grundlegender Gedanke: Wie ist es möglich, unseren Glauben so zu verinnerlichen, zu stärken, dass es auch selbstverständlicher wird, die Gemeinde finanziell zu unterstützen?
- Hinweis und Vorschlag für die Organisation von oder Beteiligung an Seminaren/Zurüstungen/Wochenenden zu diesem Thema. Zum Abschluss bestätigt Herr Zimmermann, dass über Spendenziele zu wenig informiert wird. Dies wird weiterhin ein Thema im KGR sein.
Top 3 Verschiedenes
Es gibt keine Wortmeldungen zu diesem Tagesordnungspunkt.
Herr Schaller schließt danach die Versammlung.